LED und mA !!!!!

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

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z-bahner
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Fr, 28.05.10, 10:51

Hallo, Liebe LED - Leute

ich bin nicht ganz neu hier im Forum. Habe faßt alle Fragen und Antworten gelesen. Interessant und Informativ. :)
Da ich auch viel und oft bastle. Für meine Modelleisenbahn erstelle ich meine Schaltungen nach Vorlagen selber,
Lajouts zeichne, ätzen, bohren. Mit normalen und SMD-Bauteilen. Meine LED-Beleuchtung, Signale, Lampen
werden zum Teil mit 6 Volt betrieben und den passenden Widerstand versehen. Den einen oder anderen
Widerstand nehme ich auch mal eine Nummer grösser wegen der Helligkeit. :idea:
Mein Netzteil 6 Volt 1 Ah gleichgerichtet und gesiebt. Es wird hier oft geschrieben; LED,S für 4mA bzw. 10 bis 20 mA.
Habe mich noch nie darum gekümmert. :oops:
Ich nehme grob gesagt LED,s Widerstand, Spannung= leuchtet oder leuchtet nicht.
Bei nicht wird nachgebessert. :!:

Frage: Mache ich etwas falsch oder leuchten meine LED,s nur weil ich glück habe. :?:
Achja, einige LED,s werden auch durch IC,s angesteuert. Als Blinklicht für Feuerwehr oder Bahnschrankenlicht. :roll:
Ich freue mich auf Antwort und verbleibe mit freundlichem Gruss. Der Glückbastler. :P

Lothar
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Fr, 28.05.10, 11:53

Ganz einfach: zu wenig Strom schadet nie, zuviel Strom geht i.d.R. drastisch auf die Lebensdauer, wobei das sicher auch nochmal von Hersteller, Gesamtleistung und Farbe der LED abhängt.

Eine 2mA-Low-Current-LED mag aufgrund der gering bleibenden Temperatur eine Überbestromung um Faktor 10 sehr lange aushalten (muss aber nicht, kann auch nach 2 Wochen Dauerbetrieb schon hin sein), eine 100 mA-LED mit 1A betrieben wird jedoch extrem schnell allein an Überhitunzg sterben (dies dann innerhalb weniger Minuten).

Gut und sinnvoll ist zuviel Strom in keinem Fall --- einfach mal mit dem Ohmschen Gesetz beschäftigen, den für die jeweilige LED erlaubten Strom wissen und dann korrekt berechnen, im Zweifel immer etwas zu wenig Strom draufgeben --- nur so halten die Dinger auch 10.000 oder 100.000 Stunden und länger.
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Achim H
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Fr, 28.05.10, 12:34

Ich nehme grob gesagt LED,s Widerstand, Spannung= leuchtet oder leuchtet nicht.
Frage: Mache ich etwas falsch oder leuchten meine LED,s nur weil ich glück habe.
Defintiv hast Du wohl Glück.
Für Leds ist es sehr wichtig, dass diese mit dem passenden Strom versorgt werden. Ein Glücksgriff zu einem Woiderstand und die Led leuchtet hat sehr häufig den Nachteil, dass der Widerstand für die Led falsch und somit die Led mit mehr als dem passenden Strom versorgt wird. Die Led leuchtet trotzdem, die Lebenserwartung kann aber soweit herunter geschraubt werden, dass die Led nach wenigen Sekunden, Minuten, Stunden oder anderen Zeiteinheiten ihren Geist aufgibt und ausfällt. Typisch bestromt erreichen Standard-Leds eine Lebenserwartung von 50.000 (5,7 Jahre bei ununterbrochenem Dauereinsatz) bis 100.000 Stunden (11,4 Jahre), bei Power und Highpower-Leds nicht ganz so lange.

Für die Berechnung des Vorwiderstand sind verschiedene Kriterien wichtig:
1. Vorwärtsspannung der Led. Diese ist je nach Farbe unterschiedlich. Steht im Datenblatt zur Led
2. Led-Strom. Je nach Typ und Hersteller unterschiedlich. Steht im Datenblatt zur Led.
3. Betriebsspannung (es muss eine Gleichspannung sein). Die Höhe dieser Spannung muss über der Vorwärtsspannung der Led liegen. Zu hoch sollte die Spannung allerdings auch nicht sein, da sonst über den Vorwiderstand zuviel Spannung vernichtet werden muss. Zuviel Spannung ergibt zuviel Verlustleistung und die muss durch einen leistungsstärkeren Widerstand (mehr Watt) kompensiert werden.

Berechnung des Vorwiderstand:
(Betriebsspannung minus Summe der Led-Vorwärtsspannungen)
----------------------------- geteilt durch ----------------------------- = Vorwiderstand [in Ohm]
Led-Strom [in Ampere]


Beispiel:
1 Led (Farbe rot) mit typ. 20mA bei 1,8V Vorwärtsspannung soll an eine Betriebsgleichspannung von 6V angeschlossen werden (wie hoch die Led-Vorwärtsspannung tatsächlich ist steht im Datenblatt zur Led):

Berechnung:
(6V - 1,8V)
------------- =
0,02A

4,2V
------- = 210 Ohm
0,02A

Falls das Ergebnis einen Kommawert ergibt, immer auf die nächste glatte Zahl aufrunden.


Um diesen Widerstandswert anhand der Farbringe zu identifizieren, sollte man wissen, welche Farbe für welchen Wert steht.
Das kannst Du besser hier nachlesen: Wikipedia: Widerstand (Bauelement) (sollte man auswendig können).


Aber nicht jeder Widerstandwert ist auch erhältlich.
Typisch sind die Widerstandsreihen E12 und E24. Diese sind in den meisten Elektronik-Shops erhältlich.
Sollte der ausgerechnete Widerstandswert abweichend einen Wert ungleich der E12- oder E24-Reihe entsprechen, muss der Widerswert auf den nächst höheren Wert aus der E12- oder E24-Reihe angepasst werden (Ausnahme: der errechnete Widerstandswert entspricht einer E-Reihe, die vom verkaufenden Shop ebenfalls geführt wird).

Welche E-Reihen es gibt, kannst Du hier nachlesen:
Widerstandsreihen E3 bis E96 (typ. sind E12 und E24)
(sehr spezielle E-Reihen wie E192 oder E384 sind dort nicht enthalten)


Alternativ kann man auch einen Widerstandsrechner verwenden.
Bitte nicht den hier aus dem Shop verwenden. Der ist noch immer nicht repariert.

mfg Achim
z-bahner
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So, 30.05.10, 18:23

Hallo -LED -Freunde,
vielen Dank für Eure Antworten. :P
So wier geschildert mit LED-Rechner bin ich vorgegangen. ALso brauche ich für den Strom keine Schaltungserweiterung.

MfG
Lothar

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